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Bernhard Most |
1859 übernimmt
der 23jährige Pfefferküchler Bernhard MOST in
der Leipziger Straße in Halle/Saale eine kleine Produktion für „Honigkuchen
und Zuckerwaren“.
Im Mittelpunkt steht zunächst die Produktion von Lebkuchen, die im eigenen
Laden von seiner jungen Frau verkauft werden.
1875, der Laden ist bald zu klein geworden, erwirbt MOST
in der Nähe ein Grundstück und beginnt dort die industrielle Produktion zur Herstellung von Schokoladenwaren.
Bis zur Jahrhundertwende geht aus der "Dampf-Chocoladen- und Honigkuchenfabrik" ein
weit über den regionalen Raum hinaus bekanntes Unternehmen
hervor, wenngleich die Schokoladenbranche um die Jahrhundertwende
in eine schwere Krise gerät.
1910 wird eifrig nach einem neuen Markenbild gesucht. Die
Wahl fällt auf das vom Jugendstil beeinflusste "MOST im Oval". Bis
zum 1. Weltkrieg avanciert das Unternehmen zu einem national
bedeutenden Hersteller für Schokoladenwaren. Die feinen Produkte
von MOST werden durch Vertreter mit großem Erfolg in Kaufhäusern,
Süßwaren- und Lebensmittelgeschäften verkauft.
Die Unternehmensleitung beweist Mut und errichtet mitten in den
Jahren der Inflation eine hochmoderne Fabrik in Halle.