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MOST Preisliste |
Bereits zu diesem Zeitpunkt heißen besonders hochwertige
Pralinen „Splendin“ und Trüffelmischungen „Padischah“, wie die
Preisliste vom Januar 1915 ausweist.
1927 geht MOST für die damalige Zeit revolutionäre Wege und bricht mit den Abnehmern des klassischen Lebensmitteleinzelhandels. Die Firma errichtet eigene Läden, die den Verkauf der
Produkte übernehmen. Aus MOST wird ein Einzelhandelsunternehmen.
Man geht mit der Zeit und orientiert sich bei der Gestaltung
der Ladenlokale und Verpackungen an der zeitgemäßen Ästhetik
der nahe gelegenen Schule Bauhaus in Dessau. Klare,sachliche Formen sollen
das Bestreben nach dauerhaft hoher Qualität auch in der Optik signalisieren.
1928 erhält der später zu großer Berühmtheit
gelangte Bauhaus Photograph Hans Finsler den Auftrag, MOST
für eine Werbeschrift
zum 70. Jubiläum zu fotografieren. Finsler arbeitet zu
dieser Zeit als Hochschullehrer an der Kunstgewerbeschule
Burg Giebichstein bei Halle, wo er ab 1926/27 die neu eingerichtete
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MOST Padischah- und
Splendin Werbung
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Fachklasse für Photographie leitet. Die Kombination aus Schrift
und Bild entspricht dem zeitgenössischen Verständnis von
Reklame, die von den großen Vordenkern des Bauhaus, wie Lazlo
Moholy-Nagy oder Jan Tschichold formuliert wird. Die historischen
Originalabzüge erzielen bei Kunstauktionen unter begeisterten
Sammlern Preise in fünfstelliger Höhe.
1932 zählt MOST 165 eigene Läden im gesamten
Reichsgebiet, die den ausschließlichen Verkauf der MOST Produkte übernehmen.
Damit ist MOST der größte Filialist für Schokolade und
süße Köstlichkeiten in Deutschland. Durch die Eröffnung
des Filialnetzes vervierfacht sich der Umsatz bis zum Ausbruch
des 2. Weltkrieges. MOST spezialisiert sich (bis heute) auf besonders
feine dunkle, edelherbe und halbbittere Schokoladen.